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Installationen

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G A L L W E S P E N

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GALLWESPEN, Papierinstallation & Soundcollage (Oktober 2023, Dresden, GEH8), H: 4,2 Meter x B:10 Meter 

Foto: Anja Schneider

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Soundcollage: Mr. Incognito

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RAHMEN GROß, Papiere auf Holzgerüst montiert,

H:180 x B: 160 x T: 45 cm

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GALLWESPEN, Details, Fotocredit: Anja Schneider

schwarze Collage auf schwarzem Papier, zeigt freie künstlerische Form, diese ist rückseitig mit neonorange eingefärbt, daher leuchtet sie, Format: 100x70x1 cm

DEAN, 110 x 70 x 1 cm, Papiere, verklebt

DUR, 110 x 70 x 1 cm, Papiere, verklebt

DIL, 110 x 70 x 1 cm, Papiere, verklebt

KAN, 80 x 60 x 1cm, Papiere, verklebt

KIL, 80 x 60 x 1cm, Papiere, verklebt

KUS, 80 x 60 x 1cm, Papiere, verklebt

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GALLWESPEN als Installation im Atelier, RAHMEN WEIß, Papiere auf Holzgerüst montiert,

H:117 x B:105 x T:32 cm, auf Sockel; WINKELOBJEKT 32 x 42 x 32 cm & Collagen

Gallwespen (Cynipidae) sind die unscheinbaren Vertreter der Wespen und Hautflügler. Es gibt mehr als 1.000 Unterarten.

Die Eichengallwespe (Cynips quercusfolii) ist meist naturinteressierten Menschen durch die Galläpfel (Galle) bekannt. Diese werden durch

die Eiche als Wirtspflanze an den Unterseiten der Blätter gebildet, nachdem die adulte Gallwespe dort ein Ei abgelegt hat. Es handelt sich bei dem Gallapfel um eine kugelige grüne, später rot bis braun gefärbte Kugel von 10 bis 22 Millimeter Durchmesser. Die Oberfläche der Galle ist außen glatt und innen fleischig und dickwandig, sie dient der Larve als Nahrung und Schutz. Beim Öffnen der noch fleischigen

Galle verfärbt sich deren Inneres beim Luftkontakt blauschwarz. Nach der Reife wird sie braun und schrumpelt zusammen. Die Galle wurde mindestens seit dem Mittelalter zur Farbstoffgewinnung für Schwarz verwendet. Es gibt verschiedene Rezepturen und Anwendungsnachweise. 

In der Installation GALLWESPEN nehme ich das Phänomen aus der Naturwissenschaft auf und behandele es gleichberechtigt neben der Idee, Bildelemente wie WINKELOBJEKT oder RAHMEN WEIß auf die Umsetzbarkeit einer ästhetischen Inszenierung hin zu überprüfen.

Im Ergebnis behalten die Elemente ihre künstlerische Autonomie.

Den Hintergrund für diese Inszenierung bildet die anthrazitfarbene Papierarbeit, die Namensgeber und Hauptdarsteller zugleich ist,

denn in ihr finden sich die entscheidenden Papierelemente, die ein Eichenblatt und die Galle darstellen. In dieser Entscheidung ist eine Illustration angelegt, die Illustration eines Naturphänomens.

Der Gallapfel befindet sich in meiner Realisation jedoch auf der Oberseite eines bereits von Galle schwarz verfärbten Blattes.

Er tanzt auf jedem Eichenblatt und wird durch Position und seriellen Charakter sichtbarer als in freier Natur. Die singulären Collagen

TOL und DEAN haben die Möglichkeit, ihre Wirkung vor diesem Hintergrund zu behaupten oder gar zu bestärken.

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W I L P E N A

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FASSADE BLAU (Wandobjekt), Acryl, Oel & Lack auf MDF, Höhe: 85 x Breite: 60 x Tiefe: 7 cm

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COLLAGE 298, Papier divers,

Höhe: 40 x Breite: 30 x Tiefe: 1 cm

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SCHLAUFE, Papier, verklebt,

Höhe: circa 80 x Breite: circa 40 x Tiefe: 5 cm

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COLLAGE 299, Papier divers,

Höhe: 40 x Breite: 30 x Tiefe: 1 cm

Nördlich von Adelaide, der Hauptstadt von Südaustralien, das Barossa-Valley hinter sich lassend, fährt man im Outback auf eine Gebirgskette zu. In ihrem südlichen Teil befindet sich der Nationalpark Flinders Ranges mit einer Oase für Menschen - Wilpena Pound.

Hier hatte ich das Glück, die Schwanzfeder eines Rosella zu finden. Diese fiel mir viele Jahre später wieder in den Schoß, nachdem ich

ein entsprechendes Bestimmungsbuch über Australiens Papageien aufschlug. Meine zehnjährige Tochter hatte Wellensittiche bekommen,

ihr schenkte ich diese kleine Trophäe. Behalten habe ich die Erinnerungen, insbesondere an die unerwarteten Farben von Wilpena Pound, die sich auch in einer solchen Schwanzfeder finden.

In der Installation WILPENA eigne ich mir diese Erlebnisse zur Produktion sich selbst behauptender Kunst an. Ich versammle Collagen, die Gelb zu ihrem eigenen Thema verdichten, eine ins blau changierende liegende Wandarbeit sowie eine Papierschlaufe, deren finale Form unbestimmt zu sein scheint. Allen Elementen steht ein roter Sockel bei, der eine großformatige Glasvase in olivgrün trägt. Hauptakteur

dieser Atelier- Installation ist aber die Papierwand mit Puscheln, die eigefasst in Papieröhren von der Wand hängen. Eine farb- und formästhetische Inszenierung findet in dieser Installation auch über die von Hand geschöpften Wellpappen statt. In ihnen sind alte Artefakte verarbeitet, ein Recycling fand statt. 

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H O R S T

Papier, geschreddert 

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PAPIERTASCHE, Papierobjekt mit Garn vernäht

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FLORA 18, Collage 262, Papierschlaufen, montiert, Höhe: 40 x Breite: 30 x Tiefe: 1 cm

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RELIEFSCHABLONE 16 (Wandrelief), 

Höhe: 126 x Breite: 120 x Tiefe: 2,4 cm

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TURM, Papierobjekt mit Garn vernäht

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BIRDIE, Holz, divers, Design: WESTOSTERON

www.westosteron.com

Fotocredit: Robert Vanis & Herbert Boswank

Horste sind große Vogelnester, zumeist die von Greifvögeln. Diese Vögel horsten dann, sie brüten nicht. In der Pflanzenkunde sind Horste wiederum die Bezeichnung für dichte Pflanzenbüschel, wie sie vielleicht von großen Vögeln zur Nestpolsterung benötigt werden. Es entsteht ein Gewirr, in jedem Fall! Ein Gewirr ist auch der geschredderte Papierhaufen innerhalb meiner Atelierinszenierung. Er nimmt die Hauptfarbe der Installation auf, ein kühles Mintgrün, welches sich im Papierturm, korrespondierend mit dem Schlaufenbild aus der Serie FLORA, auf schwarzem Grund wiederfindet.

Grüne Taschen mit Garn vernäht geben über ihre Öffnungen Papierstrauchwerk, geordnet oder ungeordnet frei.

Sie mäandern von links kommend die Wand entlang bis zum weißen Wandobjekt. Dieses besteht aus weißem Fahrzeugsperrholz und ist von Hand zu einer freien Zeichnung gesägt, zurückgehend auf Entwürfe aus meinem Zeichnungs-Fundus. Linien verdichtet und Linien vereinzelt, florale Nachahmung und eine Idee von Landschaft - das sind die Markierungen innerhalb derer sich die Atelierinszenierung HORST bewegt und Heimat bietet für zwei Holzvögel (Designer: WESTOSTERON).

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ROCKPOOL

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BILD, Gouache auf Malpappe, Höhe: 87,5 x Breite: 63 cm
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BERG, Acryl, Lack, Pappmache´ auf Holzgerüst,

Höhe: 50 x Breite: 150 x Tiefe: 30 cm

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FASSADE GELB, Acryl & Lack auf MDF

Höhe: 31 x Breite: 41 x Tiefe: 13 cm

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SCHABLONE 079, Acryl auf Papier,

geschnitten, Höhe: 70 x Breite: 50 x Tiefe: 1 cm 

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SAEULE, Gouache auf Pappmache´

Höhe: 40,5 x Durchmesser: 12 cm

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GRUENE ELEMENTE , Gouache auf Papier, geschnitten, 

Höhe: 12,5 x Breite: 83 x Tiefe: 1 cm 

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ROCKPOOL, Gouache auf Papier,

Höhe: 42 x Breite: 21 cm

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Porzellan: Studio Laura Straßer

www.laura-strasser.de 

Fotocredit: Herbert Boswank

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ZEICHNUNG, Faserstift & Grundierweiß

auf Papier, Höhe: 25 x Breite: 17,5 cm

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RAHMEN BLAU, Oel & Acryl, Papierobjekt auf Holzgerüst,

Höhe: 124 x Breite: 109 x Tiefe: 32 cm

Rockpools sind in den Küstenfels gehauene Schwimmbecken, innen nur durch Mörtelbeton verkleidet. Sie werden durch heranbrausende Wellen mit Frischwasser gespeist und befinden sich zumeist am Rand einer Badebucht. Die Wellen spülen gelegentlich Wasserflora und -fauna in den Rockpool hinein - so hatte ich meine erste Begegnung mit einem jungen Kugelfisch. Die von Menschenhand geschaffenen Pools bilden eine adäquate Möglichkeit, den Küstenraum zu nutzen, ohne die geologischen Habitate grundlegend zu verändern. Sie sind eine kulturelle Errungenschaft.

Die Atelierinszenierung ROCKPOOL illustriert nicht, sie bezieht Objekte ein, die autark sind, die gedanklich angespült wurden. Die Objekte BERG, SÄULE und FASSADE GELB verdeutlichen dieses Anliegen, denn ihre gestalterische Eigenkraft wird der Installation nur zugeführt, nicht in ihr aufgelöst. 

Auf und vor der weißen Papierwand ereignen sich nun inszenierten Beziehungen - wie auf einer Bühne: die GRÜNEn ELEMENTE kontrastieren mit ihrem eiförmigen Oval die weißen Wand-Papierelemente, die als Serie der Inszenierung ihren Charakter verleihen. Das blau-weiße BILD steht im farbigen Kontrast zur SCHABLONE NR. 079, deren Binnenformen durch ihr cut-out das Weiß der Rückwand zeigt. BILD hat optische Ableger gebildet in Form des Objektes SÄULE und der gemalten Gouache ROCKPOOL, die blau-weiße Rauten, Quadrate und Rechtecke zum unsicheren Muster verschwimmen lassen. Das Objekt BERG beschwert mit seinem Eigengewicht eine farbige Rhythmus-Zeichnung; gibt ihr Halt und verdeckt sie zugleich. Die echten Felsen, die Rockpools umschließen, geben ihnen auch Halt, schützen sie vor zu starker Brandung und geben ihnen den einzigartigen Charakter, der sich als Erinnerung abbildet.

Bleibt noch die wunderliche Teetasse. Sie ist Zeugin einer imaginären Handlung, die sich am Rande eines Rockpools vollziehen könnte.

Das Tee-Set wurde von Laura Straßer gestaltet und zeigt blaue Fabelwesen auf weißem Grund. Der blaue Rahmen aus Papier, der dieser Inszenierung als Hauptdarsteller dient, fasst die Tasse am unteren Rand, gleich einem Schwimmer im geschützten Pool.

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